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Der Frauenschuh bei Lichtenegg
Wohl einmalig in der Region ist der Orchideenbestand rund um die Burgruine Lichtenegg am Rand des Nürnberger Landes. Derzeit beginnt gerade die Blüte des auf der roten Liste stehenden Frauenschuhs, der wohl bekanntesten Art der heimischen Orchideen, berichtet der Lichtenegger Schloßwirt, Hans Raum und ergänzt dabei, "unser Telefon läutet ständig und meine Frau Nina und Tochter Anna-Maria geben geduldig Auskunft". Wenn er selbst ein Gespräch annimmt und die Frage lautet, "blühen die Orchideen schon", ist stets mit der Gegenfrage von ihm zu rechnen, "ja welche meinen sie denn ?".
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Der Frauenschuh ist nämlich bei weitem nicht die einzige geschützte Pflanze im Zauberwald der Gemeinde Birgland. Der Frauenschuh der in lichten und kalkreichen Wäldern wächst und auf eine Symbiose mit Pilzen angewiesen ist, liebt Halbschatten, wechselnde Feuchtigkeit und magere Böden. Eine große Anzahl von naturbegeisterten Gästen aus Nah und Fern, ausgerüstet mit Fachlektüre und Fotoapparat strömt deshalb nun derzeit in den Wäldern rund um den Türkenfelsen. Der Orchideenrundweg, den der Schloßwirt bereits 1975 ins Leben gerufen hat, wird durch den fränkischen Albverein mit der Nummer 34 auf gelben Grund gekennzeichnet.

Auf seiner Streckenlänge von etwas über 4 Kilometer erheben sich bizarre und skurrile Felsblöcke.

Bis man jedoch zu diesen Felsen mit Namen wie beispielsweise "Hänsel und Gretel" gelangt sind vorher zwei kräftige Anstiege zu bewältigen. Aber auch der steile Abstieg in Richtung Wurmrausch darf nicht unterschätzt werden. Alternativ kann man auf breiterem Weg über Ammerried zurück wandern. Ein deutlicher Hinweis auf den Abzweig fehlt hier jedoch. Zurück in Lichtenegg mit einem Abstecher zur Ruine über den Biergarten des Schloßwirts kann ein lohnenswerter Naturerlebnistag werden.

(Text und Bild: Udo Schuster)