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::: RÜCKBLICK AUF DEN NATURPARKVEREIN :::
Die Betreuung des Erholungsgebietes
Betreut wird das großräumige Erholungsgebiet des Naturparks "Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst" durch einen eingetragenen Verein des privaten Rechts, dessen Mitglieder sich aus den beteiligten Landkreisen und Gemeinden, aber auch zahlreichen Privatpersonen, Firmen und Organisationen rekrutieren, die sich Naturschutz und Landschaftspflege zur Aufgabe gemacht haben. Dieser Verein befasste sich in den Jahren nach seiner Gründung vornehmlich mit der Erschließung des Naturparkgebietes für die Erholung sowohl der Besucher aus den Ballungsräumen Nürnberg - Fürth - Erlangen, Bamberg und Bayreuth, als auch der Ferien- und Urlaubsgäste aus allen Teilen Deutschlands und Europas. Hiervon zeugen die zahlreichen Aussichtstürme, Wanderparkplätze, Sitzgruppen und Schutzhütten und vor allem auch das in hervorragender Zusammenarbeit mit dem Fränkische Schweiz-Verein gestaltete und unterhaltene Wanderwegenetz. Nachdem diese "Möblierung" der Landschaft abgeschlossen war, galt es zunächst die geschaffenen Erholungseinrichtungen zu erhalten. Hierfür beschäftigt der Naturparkverein einen eigenen Instandsetzungstrupp, der mit drei Arbeitskräften und dem notwendigen Gerät auf Anforderung der Mitgliedsgemeinden die Anlagen in Stand setzt oder - soweit erforderlich - ersetzt. Seit Anfang der 80er Jahre verlagern sich die Aktivitäten des Naturparkvereins Zusehens auf Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Hier gilt es vor allem, wertvolle und durch die Beendigung traditioneller Bewirtschaftungsformen (wie z. B. Schafweide) bedrohte Biotope und Pflanzengesellschaften zu erhalten oder wieder herzustellen. Aber auch unerwünschten Veränderungen des Landschaftsbildes durch natürliche oder künstliche Wiederbewaldung, dem Zuwachsen von An- und Ausblicken vor allem in der inneren Fränkischen Schweiz gilt es entgegenzuwirken. Hierzu wurde gemeinsam mit der Regierung von Oberfranken ein Gesamtkonzept "Hang- und Felsfreilegungen" erarbeitet, das als

Grundlage für künftige Bezuschussung von Einzelmaßnahmen durch den Freistaat Bayern dient.
Für spezielle Aufgaben steht dem Naturparkverein eine eigene Mähraupe zur Verfügung, die in steilem oder unwegsamem, aber auch feuchtem und sumpfigem Gelände unerwünschten Aufwuchs und Verwilderung beseitigen kann. Nicht unerwähnt darf aber auch bleiben, dass der Naturparkverein bei allen raumwirksamen Planungen, wie Planfeststellung-, Raumordnungs- und Flurbereinigungsverfahren, Flächennutzungs- und Landschaftsplänen als Träger öffentlicher Belange beteiligt ist und hierbei seine Vorstellungen einbringen kann. Als Arbeitshilfe hierfür wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan für das gesamte Naturparkgebiet erstellt. Grundlage für eine derartige Planung ist die eingangs erwähnte Rechtsverordnung des bayerischen Umweltministeriums über den Naturpark Fränkische Schweiz -Veldensteiner Forst. Diese Verordnung erklärt zunächst den größten Teil des Naturparkgebietes zur "Schutzzone" mit der Bedeutung eines Landschaftsschutzgebietes und zahlreichen Verboten und Einschränkungen, die der Erhaltung der Naturparklandschaft und dem speziellen Naturschutz dienen sollen. Diese Verordnung mit ihren Erlaubnisvorbehalten mag manchem Grundstückseigentümer als „Fessel“ bei der Bewirtschaftung, Nutzung und Verwertung seines Grundstückes erscheinen. Doch bildet sie die Grundlage dafür, dass weiterhin und wie bisher vom Freistaat Bayern reichlich Zuschüsse fließen, die in jüngster Zeit auch noch durch Gelder der Europäischen Gemeinschaft aufgestockt werden. So werden über den Naturparkverein jährlich Maßnahmen mit Gesamtkosten von rund 1 Mio. DM gefördert mit dem Einsatz von weit mehr als 500.000 DM öffentlicher Gelder. Nicht zuletzt dadurch ist sichergestellt, dass das durch die Naturparkverordnung erfasste Gebiet sinn- und wirkungsvoll im Sinne des bayerischen Naturschutzgesetzes erhalten und weiter entwickelt wird.